7.11.2011

Hallo, da bin ich wieder. Back on the screen. Diesmal aus TADSCHIKISTAN

Angekommen am Donnerstag den 3.11.2011 in Dushanbe der Hauptstadt. Früh morgens, nach einem Flug durch die Nacht, über Istanbul, mit Verspätung und ohne Gepäck. In einem eher ländlich anmutenden Flughafen, empfangen von verschlafenen Zöllnern mit großen russischen Mützen.

Natürlich wurden wir (Svenja, Entwicklungsstipendiatin und ich) vom freundlichen Fahrer Igor abgeholt und zur Gästewohnung der GIZ gebracht, wo wir erstmal ein kleines Nickerchen nachholten.

Seit ein paar Tagen wohne ich nun dort. Seit heute früh auch mit Gepäck. Im Hauptstadtbüro der GIZ wurde ich den relevanten Akteuren vorgestellt und auf meine Arbeit als Entwicklungshelfer vorbereitet. Das Wochenende nutze ich nun dazu, die Stadt und seine Leute kennen zu lernen. Frei ist für die lokale Bevölkerung bis Mittwoch, da am Sonntag sowohl das islamische Opferfest als auch der Tag der Verfassung begangen wurde und hier die Regel gilt, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, die Feiertage einfach hinten dran gehängt werden. Viel Zeit also etwas zu unternehmen. Das Museum mit dem großen liegenden Buddha z.B. Aber das hat zu. Wegen Stromausfall, wird vermutet. Weitere Sehenswürdigkeiten sind: Der Präsidentenpalast, der Garten des Präsidenten, der wohl größte Fahnenmast der Welt mit der Nationalflagge, der botanische Garten. Viele neue und imposante Gebäude des Staates, der gerade seine 20 Jahr Feier begangen hat. Eine Besonderheit stellt die neue Staatsbibliothek dar. Das Gebäude ist so groß, dass anscheinend zu viel Platz darin ist für Bücher, weshalb jeder Tadschike aufgerufen ist vier Bücher zu stiften.

Auf dem „grünen Basar“ bekomme ich zum ersten Mal das Gefühl in Asien zu sein. Ein herrliches Gedränge und Geschiebe, Gerufe und Verkaufe. In der Haupthalle die Gewürze und Nüsse, zu kleinen Bergen gehäuft und in allen Farben. Früchte und Gemüse wo man hinschaut, bis hin zu Textilien, Schuhen, Sanitärbedarf, Kabeln, Fernsehern. Der Messerschleifer ist umringt von Menschen die ihm alle ihr Messer entgegenhalten, um möglichst als nächster dran zu kommen. Und ständig die Rufe der Jungs die wieder mit ihrem Wagen durch wollen. Ich decke mich ein mit leckeren Nüssen und Trockenfrüchten und schlendere nach draußen. Auf der Straße vor dem Markt: das totale Verkehrschaos.

Was mir aber zu allererst aufgefallen war: Die Leute sind hier gut gekleidet. Kein Mann ohne spitze Lederschuhe, Hemd und Lederjacke. Selbst die Schülerjungs mit Anzug. Die Frauen haben alle lange schwarze Haare, oft zum Zopf gebunden. Kopftuch scheint hier freiwillig und wenn überhaupt im Piratenlook. Kinder spielen überall auf der Straße, dazwischen ältere Herren mit grauen Bärten, langen Gewändern und Kappe auf dem Kopf.

Am Donnerstag breche ich auf in den Pamir. Die sagenumwobene Bergregion.

Ich freu mich sehr hier zu sein, und bin gespannt auf das was kommen wird!

Botanischer Garten Dushanbe

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